Ode an die Zeit

Die Zeit, die mich gefangen hält, in Räumen mit gebleichten Wänden.

Ich schreie und schlage, gegen meinen Halt.

Ich frage die Zeit,

Wie nur? Wie soll ich meiner Liebe Form geben?

Die Zeit antwortet nicht.

Doch am nächsten Tage dann, in der Frühe

Ein Paket mit einem Zettel dran.

Gib deiner Liebe Form und Leben.

Drinnen ein Kanister Petroleum, mit Feuerzeug und einem Stift.

 

Ich überlege Tag und Nacht, bis die Wände mir grau erscheinen.

Dann gehe ich in mich hinein und frage,

Wie kann meiner Liebe Form geben? Wie kann ich es tun,

dass die ganze Welt meine Liebe sieht und spürt?

 

Dann übergiesse ich mich mit dem Petroleum,

streiche das Holz und zünde mich an.

So dass die ganze Welt es sieht,

dass ich auch ohne Form und Liebe brennen kann.

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